Montag, 8. Oktober 2007

DAS Oktoberfest...

Genau!
Ob man es glaubt oder nicht, an diesem Wochenende waren wir ( der Deutschverein des Lycoming College) auf DEM Oktoberfest! DAS Oktoberfest befindet sich in Mifflinburg (ca. 40 Autominuten von Williamsport entfernt, vorbei an Watsontown und New Berlin), ist zwar nicht so groß wie das richtige Oktoberfest, aber auf jeden falls ist es toll zu sehen, wie die deutschstämmigen Amerikaner das Oktoberfest für sich interpretieren. Vielleicht als andenken aus ihrer alten Heimat oder als Andenken an das Bier, man weiß es nicht!

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Exkurs – Pennsylfaanisch Deitsch

In dieser Gegend in Pennsylvania gibt es viele deutschstämmige Menschen, oder Leute die auf jeden Fall deutsche Verwandte haben (und somit auch deutsche Nachnamen wie „Schneider, Schmitt, Krause, Müller…“).
Heutzutage wird nicht mehr Deutsch gesprochen, aber es gibt immer noch eine Art „Dialekt“, nämlich das Pennsylvanian Dutch (oder auch „Pennsylfaanisch Deitsch“). Ins moderne Pennsylfaanisch Deitsch, soweit man es als modern bezeichnen kann, haben sich aber auch einige englische Wörter eingeschlichen; eine Kostprobe:

Der Pennsylvania Dutchman is net yusht intend
for laecherlich un popular lehsa shtuff for olly
de unser Pennsylvanish Deitsh - de mixture fun
Deitsh un Aenglish - fershtehn, awer aw for usefully
un profitlichy instruction for olly de druf ous sin
bekannt tsu waerra mit der shproch, un aw mit em
geisht, character un hondlunga fun unserm fleisicha,
ehrlicha und taahlreicha folk in all de Middle un Westlicha Shtaata.

(
und hier noch eher traditionelles Pennsylvanian Dutch, das Vaterunser als Textbeispiel:


Unsah Faddah im Himmel,
dei Nohma loss heilich sei,
Dei Reich loss kumma.
Dei Villa loss gedu sei,
uf di Eaht vi im Himmel.
Unsah tayklich Broht gebb uns heit,
Un fagebb unsah Shulda,
vi miah dee fagevva vo uns shuldich sinn.
Un fiah uns naett in di Fasuchung,
avvah hald uns fu'm Eevila.
Fa dei is es Reich, di Graft
un di Hallichkeit in Ayvichkeit.
Amen.)

Es gibt auch einen tollen Wikipedia Artikel in „Deitsch“ wer sich das also mal anschauen will, kann das hier finden:
http://pdc.wikipedia.org/wiki/Pennsilfaanisch_Deitsch





Aber nun zurück zum Oktoberfest:

Das Festgelände war zwar nicht sehr groß (es hab ca. 15 Buden und ein mittelgroßes Festzelt mit Bühne), aber dafür konnten wir unseren Ohren nicht trauen als es von der Bühne her „Lebt denn der alte Holzmichel noch?“ schallte, und alle Amis im festzelt, die Arme in der Luft riefen „JAAAAAA er lebt noch, er lebt noch er lebt!!!“. Neben diesen Klassikern gab es auch noch den allseits beliebten Ententanz, „Hey Baby“ von DJ Ötzi und noch viele viele uns bekannte (richtige) Heimat- und Volkslieder! (vorgetragen wurde das ganze von Männern, die in authentischen Lederhosen und bayrischer Tracht gekleidet waren, und man konnte auch das ein oder andere Dirndl sehen)…

(hier die Homepage des Oktoberfests in Miffliburg mit ein paar Bildern und super Hintergrundmusik:
http://www.mifflinburgpa.com/Oktoberfest.htm)


Es stellte sich dann auch heraus, dass der Deutschverein nicht nur wegen der sehr deutschen Musik jedes Jahr nach Miffliburg kommt, sondern auch wegen dem Essen!
Es gab wirklich leckere, große und ofenwarme Laugenbrezeln, Bier (Hacker-Pshorr Oktoberfest from Munich, Paulaner Oktoberfest from Munich, Beck's Oktoberfest, Spaten Lager, Beck's, Franzikaner Heffeweisen, Pilsner-Urquell) und auch Deutschen Wein und andere eingedeutschte Spezialitäten wie den Kraut – Dog, nicht Hot – Dog sondern eben einen Hot – Dog mit Senf und Sauerkraut obendrauf (und wenn man Hannes glauben schenken kann, soll das auch ganz gut schmecken; muss er ja wissen, nachdem er ja auch zwei gegessen hatte).

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Da ich ja, wie ihr wisst kein Bier mag, haben Alex (sie ist hier Teaching Assistant für Deutsch am College – und kommt aus Jena) und ich uns ein paar Gläschen Wein genehmigt um herauszufinden, welcher der Weine auch wirklich wie zuhause schmeckt… Wir konnten nicht unbedingt ausmachen ob der Wein nun schmeckt wie in Deutschland oder nicht, aber wir haben auf jeden Fall festgestellt, dass Glühwein kein kalter Weißwein ist!

Alex und Colin
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Es hat uns auf jeden Fall sehr gut gefallen (nicht nur wegen dem leckern Essen oder den Getränekn!) und es war interessant zu sehen was die Amis das Oktoberfest interpretieren! (Trinken & Essen .. )



Viele Grüße aus Williamsport,

Katha und Hannes



ps. Wie geht es euch? Hab ihr Bilder von Events die wir verpasst haben? Was macht ihr so? Liest das hier überhaupt jemand?


Mittwoch, 3. Oktober 2007

Das Hannes-Rätsel

25. September 2007

1.30 Uhr (nachts)





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Samstag, 29. September 2007

Lange nichts gehört!!

Halli Hallo!


Ja wir wissen es schon, wir haben euch in den letzten 3 Wochen sehr vernachlässigt…
Auch wenn der College Alltag meist sehr routiniert und gleich bleibend ist, hat man hier andauernd etwas zu tun.

(HAUSAUFGABEN)

Jetzt sind wir also schon unsere 5. Woche hier und ich muss sagen, ich habe mich schon einigermaßen eingewöhnt.
Ich wache zwar noch manchmal früh auf und spreche die ersten paar Sätze, die ich am Tag sage, Deutsch, aber dann merkt ich ‚Moment, falsches Land!? W o bin ich überhaupt!?’ und dann fällt mir plötzlich ein, dass ich ja englisch reden muss..
Aber im großen und ganzen fällt mir das 24/7 Englisch reden jetzt auch nicht mehr schwer (auch wenn mir oft noch irgendwelche Wörter fehlen, kann ich immer Susan, meinen Roommate fragen, und sie mir erklären lassen!)



Ein typischer Tag im College sieht ungefähr so aus:

7.20 Uhr : aufstehen und schnell fertig machen

7.35 Uhr : mit Hannes vor dem Unterrichtsgebäude treffen

7.45 Uhr : Unterricht
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12.00 Uhr: fertig mit Unterricht, Mittagessen
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12.30 Uhr:
eine Stunde Ausruhen

13.30 Uhr: Hausaufgaben

17.30 Uhr: Abendessen
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18.00 Uhr: Hausuafgaben

21 Uhr: Fitnessstudio

Geräteraum im Studio
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Indoor Laufstrecke in der Gym
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22.00 Uhr: Hausaufgaben (manchmal ist man aber schon fertig zu dieser Zeit –
alternativ: sich unterhalten oder Frisbee auf dem Korridor spielen)

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Melissa :)
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Fechten üben (Susan und Lins)
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Kelly am ‘International Pirate Day’
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Die letzten drei Wochen ist nicht gerade viel passiert (eher wenig):

- erkunden von Williamsport (Alkoholfachgeschäft und leckeres Chinesisches Restaurant)
- einkaufen in der Mall (großen Einkaufszentrum, wie das Atrium nur viel größer und viele schöne und billige Klamotten)
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- ein paar College Parties an Wochenenden (leider gar nicht so wie zuhause, sondern Amerikaner die versuchen, sich schnellstmöglich besinnungslos zu trinken)

Everclear hat 95%
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- Mittwochs abends sind wir immer beim ‘Deutsch Konversations Table’: da treffen sich Deutschstudenten und wir unterhalten uns (natürlich) auf Deutsch und spielel so Sachen wie zB. Stadt Land Fluss
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Gestern Abend waren wir dann in Bloomsburg (ca 1,5 stunden zu fahren)  der ‚Lycoming County Fair’ / ‚Bloomsburg Fair’ .. das ist wie ein sehr sehr sehr großer Jahrmarkt (auf den Menschen gehen, die bei uns zuhause auf die ‚Kerwa’ gehen würden! Dave Hefner sagte auf dem Weg im Auto dazu: „ 20 % der Amerikanischen Jugendlichen gehen auf Colleges oder Universitäten und haben somit höhere Bildungsanstalten Besucht, der Rest hält sich in seiner Freizeit auf den Fairs auf…“ )…
Wir sind, wie gesagt, mit Dave Hefner ( der ürbigens weitläufig mit Hugh Hefner verwandt ist), einem Lehrer hier am College, und seiner Frau nach Bloomsburg gefahren. Bloomsburg ist, von dem was ich sehen konnte, aber eine ganz schöne kleine (Universitäts) Stadt, mit vielen Studenten und kleinen Geschäften und natürlich traditionellen amerikanischen Häusern mit Amerikafahne und Halloween kitsch Beleuchtung!

Hier ein paar Bilder von der Fair:
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Die ‚Fair’ eine riesige Kerwa, besteht aber zum größtenteil aus Buden, an denen man fragwürdig aussehendes, fettig triefendes Essen erstehen kann (was auch der Großteil der Fair-Besucher macht – und auch so aussieht),… wir haben zB. Den gröten Kürbis von Pennsylvania angesehn, ein paar Ausstellungen von lokalen Schulen, was gegessen (und noch was gegessen), … Hannes rät übrigens vom Essen einer „Hot Sausuage“ ab.
(Hotdogwürstchen mit komisch verkochtem Paprikagemüse und Zwiebeln obendrauf, mit extra Ketchup)… (und ich war sehr traurig, dass es kein gezuckertes Popcorn gab!)

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Wir hoffen Euch geht es zuhause gut und wir hören mal was von euch… :)


Mann kann übrigens unter den Blog Kommentare schreiben!! Einfach auf ‚…Kommentare klicken’ und ihr könnt etwas schreiben!

Was macht ihr so zuhause? Wie gehts euch?

Ich verspreche dass wir euch jetzt öfter wissen lassen, was hier so los ist!


Viele Grüße aus Williamsport,


Katha und Hannes

Ps. Hier noch ein paar Bilder von draußen in der Wiese liegen… bei 31° : )
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Mittwoch, 29. August 2007

Angekommen und erste Eindrücke!

Wir haben es geschafft. Nach 22 Stunden sind wir jetzt endlich am Ziel angekommen, AMERIKA!
Jetzt, wo ich alleine in meinem wohlig gemütlichen (Achtung: Ironie) Zimmer sitze würde ich ja gerne die abenteuerliche Geschichte erzählen, aber ich glaube, da schlaf ich lieber noch eine Nacht drüber!

Die erste Nacht auch geschafft. Glücklicherweise kamen wir vor den anderen Studenten hier an und konnten uns gleich das schönste Bett raussuchen, was aber überhaupt keinen Unterschied macht, denn alle Zimmer sind symmetrisch und gleich eingerichtet (mit Bett, Schreibtisch, Stuhl und kleine Kommode)!

(Bild: Zimmer bei der Ankunft und nach dem 'Häuslich Einrichten')
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Jetzt aber zur schon gestern angekündigten Geschichte:

Da wir schon gegen 9.20 Uhr (aufgrund der günstigen Verkehrslage und vielleicht auch der Fahrtgeschwindigkeit - eher das) nach nur 1 Stunde und 50 Minuten den Frankfurter Flughafen erreichten, gab es dann noch ein kleines Frühstück im Panoroama-Aussichts McDonalds (noch mal Leckeres vom Bischberger Bäcker Schneider). Danach mussten wir leider feststellen, dass sich der Abflug in Frankfurt wohl um eine Stunde verzögern würde und wir unseren Anschlussflug in Philadelphia wohl nicht mehr schaffen würden (denn nach der Ankunft in Philadelphia, muss man durch eine Passkontrolle, die Koffer abholen, durch die Zollkontrolle, die Koffer wieder einckecken, am Schalter neue Flugtickets bekommen, mit dem Schuttelbus zum anderen Temrial fahren – was (wie man uns sagte) mindestens 1,5 Stunden in Anspruch nehmen würde (später sollten wir erfahren, dass es auch anders geht :) ).


Nach dem traurigen Abschied von unseren Familien war es dann um ca. 14 Uhr soweit: das Flugzeug hebt ab! (Hannes Hand in meinen Oberschenkel gekrallt, starrer Blick und auch kaum ansprechbar)… Der Flug verlief recht ruhig und so kamen wir nach 8 einhalb Stunden in Philaldelphia um 16.30 lokaler Zeit an, mussten aber noch einige Zeit vor der ersten Passkontrolle anstehen.

Der Anschlussflug nach Williamsport war für 17.35 geplant.

Unser Gepäck konnten wir um 17.20 vom Gepäckband nehmen; schnell durch die Zollkontrolle und zum Gepäckaufgeben, dann der recht desinteressierten Frau am Schalter von US Airways die Tickets zeigen und erklären, dass wir schon spät dran seien und dringend unsere Weiterflugtickets bräuchten (was sie auch sehr interessiert aufnahm und gleich genauso langsam weiterarbeitete). Den Flughafen von Philadelphia hab ich nur im Rennen wahrgenommen, durch eine weitere Passkontrolle, und noch mal eine Sicherheitskontrolle (17.30 Uhr), sodass wir dann den Shuttlebus zum Terminal F um genau 17.35 Uhr erreichten.
In einem Affentempo von ca. 20kmh raste der Bus Terminal F entgegen: vorbei an Terminal A, B, C, D und E! Wir vesuchten beim Vorbeifahren zu erkennen ob unser Flugzeug noch bei Gate F2 stand, doch als wir endlich um die Kurve zu Terminal F fuhren, war bei F2 kein Flugzeug mehr zu sehen (es war ja auch schon 17.45).. Also hatten wir unseren Flug wohl verpasst!
Als wir niedergeschlagen am Gate F2 ankamen, saßen aber noch ziemlich viele Leute im Wartebereich und auf der Anzeigetafel erschien das Wort über das wir uns bis jetzt im Leben wohl das erste Mal gefreut haben: Delayed!
Also haben wir den Flieger (Propellermaschine) doch noch erreicht….

Am kleinen City-Airport von Williamsport mussten wir dann leider feststellen, dass unsere Koffer nicht an Bord des Flugzeugs nach Williamsport waren, sondern sich noch irgendwo am Flughafen Philadelphia befinden.
Lindsey, die schon am Flughafen auf uns gewartet hatte, brachte uns dann zum College, das auf den ersten Blick wie eine kleine eigene Stadt wirkt. (aber davon sollten wir an diesem Abend noch nicht viel mitbkommen, denn es war ja schon dunkel und wir sehr, sehr müde)..
Nachdem Lins uns dann unsere Zimmerschlüssel überreicht hatte gings (nicht wie erhofft ins Bett) sondern zum Supermarkt um dort Getränke für die ersten Tage zu kaufen!


Zum ersten mal in einem amerikanischen Supermarkt:
alles ein bisschen größer, von allem ein bisschen mehr und vor allem sehr bunt.
Gesunde Lebensmittel, wie Obst oder verschiedene Säfte sind zwar teurer als bei uns zuhause, aber dafür weiß man wenigstens, dass man sich gesund ernährt (was wir dann aber nach dem Probieren der eingekauften Sachen auf jeden Fall in Frage stellten, denn irgendwie schmeckt alles 5 mal süßer als zuhause – sind die Äpfel also mit Zuckerinfusionen versehne worden, ist der angeblich frisch gepresste Orangensaft mit künstlichen Orangenaromen und 5 Kilo Zucker pro Liter versetzt worden – man wird es wohl nie erfahren) ..

Wieder im College angekommen und endlich alleine auf dem Zimmer, kommt man nicht umhin, eine gewisse Ähnlichkeit mit einer umfunktionierten, beige gestrichenen Gefängniszelle festzustellen, aber wenn man erst mal das Bett zum schlafen vorbereitet hat (keine leichte Aufgabe, Schaumstoffpolster und diverse Tücher und Eckspanntücher) sieht das Zimmer ja schon ganz anders aus (achja?)..
Tja, ohne Koffer gibt’s auch nichts zum Umziehen oder Waschen, also einfach sowie man ist ins Bett!

Da sich in meinem Wohnheim (der sogenannten Williams Hall) immer 2 Zimmer ein kleines Badezimmer mit Dusche und WC teilen, wurde ich am nächsten Tag um ca. 6 Uhr früh von Malory vom Nebenzimmer geweckt, die wie alle hier früh und abends ca. 45 Minuten lange duschen, ohne das Wasser (welche übrigens gechlort ist) auszumachen.

Nach dem Möbel umstellen:
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(mein Kleiderschrank)

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Bei Tageslicht sieht der Campus ganz anders aus als im Dunkeln: alles sehr gepflegt, schön angelegt und grün mit vielen Gebäuden (alle im gleichem rotem Ziegelstein – eine kleine Campus Stadt).

(Williams Hall - mein Wohnheim)
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(Blick aus Hannes Fesnter)
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(sieht aus wie eine kleine eigene Stadt)
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(hinter dem Campus)
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(so und jetzt gebe ich an Hannes ab, der mal zusammenfassen wird, was wir die letzten Tage so getrieben haben)!




Bis Bald,

Katha







Mal überlegen was man die letzten Tage so alles erlebt hat…
vom Flug hierher hat die Katha ja schon berichtet. Ihre Hämatome im Oberschenkelbereich sind diesmal nicht so extrem da der Flug ja verhältnismäßig ruhig war, obwohl mir das eindeutig gereicht hat.

Am Campus angekommen fühlt man sich erstmal ziemlich verloren, da dieser nämlich ziemlich groß ist und man erstmal ein paar Tage braucht um sich zurechtzufinden. Ich für meinen Teil hab bei der Zimmerverteilung relativ viel Glück gehabt (zumindest was die äußeren Umstände angeht), weil sich mein Wohnheim, die so genannte Wesley Hall direkt in der Mitte der großen Camuswiese befindet und ich aus meinem Zimmer einen schönen Blick auf Bäume und die Ausläufer der Berge (sind das schon die Appalachen?) habe. Womit sich das Glück dann aber, mal abgesehen vom direkten Highspeed- Internetzugang auf jedem Zimmer, schon erschöpft hätte. Ich habe nämlich das große Vergnügen ein Badezimmer mit einem ganzen Stockwerk zu teilen (geschätzte 20 Leute). Die näheren Ausmaße des Bades möchte ich an dieser Stelle nicht erläutern, allerdings kann sich jeder denke ich gut vorstellen, dass neben Fußpilz bestimmt noch andere nette, bakterielle Zeitgenossen auf einen gemütlichen Plausch warten.

Mein Zimmer teile ich mit drei Roommates, prinzipiell eigentlich sogar nur einem, da der Raum geteilt ist (die Katha hat nur einen Roommate, die Susan und die ist ein echtes Southern Girl hehe). Die Roommates sind aber cool drauf muss ich sagen und auch so hat man schon die ein oder andere nette Person getroffen.

Zum Essen ist zu sagen, dass man aus einer großen Vielfalt von fetten, sehr fetten und extrem fetten Gerichten auswählen kann.
Allerdings – und jetzt kommt die Riesenüberraschung – kann man sich in Amerika tatsächlich auch gesund ernähren… es gibt eine Salatbar zu jeder Mahlzeit und auch echte Kartoffeln, die nicht als Fries zur Verfügung gestellt werden. Gut zugegeben die Äpfel schmecken auch ungesund und sehen auch aus als wären sie künstlich (hm, das würde einiges erklären) aber es ist ja schon mal was, dass überhaupt Obst zu haben ist. Die vegetarischen Gerichte sind auch recht in Ordnung und zum Teil nicht mal so ungesund wie es den Anschein haben mag. Zum Essen hat man dann freie Wahl aus allen möglichen Heißgetränken und Softdrinks von Pepsi über Mountain Dew bis hin zur beliebten Dr. Pepper. Also an sich ist die Cafeteria nicht zu verachten.

In den ersten Tagen hier haben wir erstmal per Auto die Stadt ein bisschen angeschaut (es gibt einen Aldi!) Warum verfolgt uns diese Kette denn sogar bis ans Ende der Welt?) und es sieht einfach mal stereotyp nach amerikanischer Kleinstadt aus, was aber vollkommen in Ordnung geht. Der Campus befindet sich mitten in der Stadt und wenn man sich dort aufhält hat man sowieso nicht den Eindruck, dass irgendetwas außen herum stattfindet.
Am zweiten Tag waren wir erstmal mit der Lindsay, einer Deutschstudentin die sehr nett ist, essen in irgendeiner Restaurantkette, die vor allem Tennessee-Style Barbecue Zeugs verkauft. Davon muss ich sagen war ich aber genauso positiv überrascht wie von den Ladenöffnungszeiten: Hier gibt’s einen großen Supermarkt der nie zumacht. Im katholischen Bamberg ein Ding der Unmöglichkeit, da kannst du um fünf Uhr nachmittags den Gehsteig hochklappen. Naja so richtig steppt der Bär hier auch nicht (obwohl es in der Region durchaus Grizzlys geben soll) aber auf dem Campus kann es durchaus auch schon richtig rund gehen, weswegen auch des Öfteren Campuspartys angesagt sind. Das darf man sich dann so vorstellen:
Person > 21 kauft Alkohol und verteilt an Person < 21 =" Alkleichen,">

(Lindsey in Walmart)
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Aber zurück zum Erlebten!

Neben dem Essengehen haben wir den Supermarkt mit den tollen Öffnungszeiten besucht wo es sogar Obst gibt, wobei es mich gar nicht wundert, dass ein Großteil der Amis furchtbar fett ist, da gesunde Sachen wie Obst, Säfte und Nahrunsergänzungszeugs dermaßen teuer sind, dass ein Großteil lieber zur etwas günstigeren und ungesunden Variante greift. Nur als Beispiel: Eine Flasche Orangensaft (2 Liter) kostet 4,99 Dollar. Da greift man doch lieber zum Wasser oder was sicher viele tun zur Coke. Außerdem haben wir den ersten Walmart-Besuch unseres Lebens hinter uns! Um das Zimmer nämlich zu verschönern benötigt man durchaus diverse Hilfsmittel, um den Knastzellen-Charme etwas loszuwerden (ich hab das mit einer falschen Pflanze versucht, die laut Katha aussieht als hätte man sie gerade vom Sperrmüll entwendet (Anmerkung von Katha: sie sieht wirklich aus wie vom Sperrmüll!!!) . Mir egal ich finds gut). Außerdem sind technische Annehmlichkeiten wie Kühlschrank, Ventilator, Mikrowelle, Fernseher, PC und diverse andere Dinge durchaus brauchbar. Das Beste was in der dieser Woche noch stattfinden wird, wird denke ich der erste Stammtisch (heißt tatsächlich Stammtisch) in der lokalen Brauerei sein, dessen einzige Teilnahmebeschränkung darin besteht, dass den Abend über deutsch gesprochen werden muss, da das Ganze vom Deutschverein der Uni ausgeht. Wieder etwas das ich sehr sympathisch nennen möchte.



Ansonsten ist viel studieren angesagt.
Das System an der Uni unterscheidet sich nämlich zu unseren Ungunsten deutlich von dem in Deutschland, was darin resultiert, dass wir allein für den Spanisch-Beginnerkurs ungefähr 15 schriftliche Arbeiten, nebst drei Abschlussarbeiten und vier Interviews, und eine Reihe anderer Tests zu absolvieren haben. Vielleicht bringt das Ganze ja vom pädagogischen Wert her betrachtet tatsächlich was.

Wiederum toll an der Uni ist aber die technische Ausstattung der Räume, was man aber auch nicht anders erwartet hatte und das Sportcenter, das neben einem Schwimmbad und zwei Basketballfeldern, Indoor Track auch über einen großen Kraftraum verfügt. Aber es glaubt doch sowieso keiner ernsthaft, dass ich des Ding mal von innen sehen werde (mal abgesehen von der Besichtigung und dem Versuch einen Fußball herzubekommen, was von der Frau an der Ausgabe nur mit einem ungläubigen Kopfschütteln beantwortet wurde). Ne ne ich komm schön fett und rund wieder aus Amerika zurück und erlebe mein ganz persöniches „Supersize me!“. Na ja hab nur Spaß gemacht ich war tatsächlich schon mal da drin, hab Fußball gegen einen Engländer gespielt (und gewonnen! Yes!) und plane auch fest da mit der Katha noch diverse weitere Male hin zu gehen, damit mein Bauch noch etwas länger relativ Schwerkraft-resistent bleibt. In diesem Sinne…



Und beim Nächsten Mal: 
Die erste Woche Unterricht geschafft, was macht man am Wochenende und warum sieht Hannes Zimmer aus wie vom Sperrmüll! :) (hehe.. musste ich einfach schreiben! .. – Katha-)


Samstag, 18. August 2007

Koffer packen!

Noch vier mal schlafen (nein, dann kommt nicht das Christkind), dann gehts wirklich los.

Langsam sollte man auch mal anfangen die Koffer zu packen, was natürlich einfach gesagt und gedacht ist, aber wenn man dann mal dabei ist, kommt die Verzweiflung und die Einsicht, dass nur die Hälfte der Dinge, die man mitnehmen will überhaupt in den Koffer passen.
Man darf 60 Kilo gepäck, verteilt auf 2 Koffer, mitnehmen: also 2 Koffer á ca. 30 Kilo.

Spätestens jetzt hätte sich die Anschaffung einer Vakuum-Verpackungspumpe vom Homeshopping Kanal gelohnt (: Kleidung kommt in Plastiktüten und ein Kopressor saugt die Luft aus der Tüte, sodass alles ordentlich und platzsparend verwahrt werden kann!), denn die schon alleine 24 Kilo schweren Sommerklamotten (richtig, Winterkleidung braucht man ja auch noch: Mäntel, Jacken, Pullis, Schuhe, Skikleidung..) nehmen schon 3/4 des Platzes in beiden Koffern weg.
Wie bringt man also alles (unten grünumkreist) in die 2 vorhergesehenen Koffer?

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Eine Frage, deren Klärung so direkt nicht möglich ist!
Denn es ist doch ziemlich unmöglich.
Also Winterkleidung und Dinge, die man im Moment nicht braucht,wieder raus aus dem Koffer und in einer Extra Kiste nachschicken!

Im Moment ist es in Williamsport wohl recht sonning und heiß (bis zu 35 Grad), also kann man ja auf Schal und Pulli gerade noch so verzichten.

Hier das lokale Wetter zum immer wieder selber nachschauen: http://asp.usatoday.com/weather/CityForecast.aspx?LocationID=USPA1799&ps=L1


Mittwoch, 8. August 2007

Noch 2 Wochen und 2 Tage

Jaaa,.. dann gehts nämlich schon los nach Amerika, genauer gesagt nach Williamsport, PA. Aber nicht (nur) zum Spaß, sondern auch zum studieren, am Lycoming College (www.lycoming.edu) auf das wir uns auch schon riesig freuen..

Für diesen Zweck muss natürlich ein Blog her,sodass ihr über all unsere 'Abenteuer' informiert seid (wenn wir nicht zu faul sind, auch alles ordentlich zu posten!)